|
Geschichte des Freundeskreises der Schule Schlaffhorst-Andersen e.V.
Die
Gründung des Vereins unter dem Namen "Gesellschaft der Freunde der
Schule Schlaffhorst-Andersen" erfolgte im Sommer 1926 im Anschluß an
die "Rotenburger Woche". Mit dieser Tagung traten Clara Schlaffhorst
und Hedwig Andersen erstmalig mit den Ergebnissen ihrer Forschung auf
dem Gebiet von Atmung, Stimme und Bewegung an die Öffentlichkeit.
Wissenschaftler
und Künstler verschiedener Disziplinen zeigten in ihren Vorträgen
auffällige Parallelen zu dieser Arbeit auf. Aus ihrer Mitte, zusammen
mit dem Nachwuchs der Schule selbst, entstand die Initiative, einen
Freundes- und Förderkreis zu gründen, der sich schützend und helfend um
die Arbeit der beiden Frauen stellen und bemüht sein sollte, deren
Ideen vermehrt in die Öffentlichkeit zu tragen.
Der
Sitz des Vereins richtete sich zunächst nach den Wohnorten der
Vorstandsmitglieder, wurde 1939 in Hustedt bei Celle eingetragen, und
wanderte parallel zu den Umzügen der Schule 1949 nach Lieme in Lippe
und ab 1961 wieder nach Celle.
Die
"Gesellschaft", wie der Verein allgemein kurz genannt wurde, übernahm
viele Außenkontakte und organisatorische Aufgaben. Sie gab in den
dreissiger Jahren zehn Hefte der "Mitteilungen" für die Mitglieder
heraus; sie half bei Organisation und Durchführung der Konzertreisen
des Frauenchores der Schule, die Sängerinnen wohnten stets bei
befreundeten Familien; es wurden Film- und Vorführgeräte angeschafft
und Filme gedreht, z.B. vom Schwingen - alles Material ging bei
Kriegsende in Seefeld in Pommern verloren. Bei Praxis-Neugründungen der
jungen Lehrerinnen in einer fremden Stadt bildeten die Kontakte zu den
dort lebenden Mitgliedern der "Gesellschaft" stets die Grundlage für
einen Patientenstamm.
Nach Aufgabe
des Hustedter Hauses (das Haus wurde aufgegeben, weil in unmittelbarer
Nähe ein Flugplatz gebaut wurde) und dem Neubeginn der Schule auf dem
Gut der Gräfin Bredow in Seefeld in Pommern 1942 stützte die
"Gesellschaft" die Schule (deren wirtschaftlicher Träger sie seit
Oktober 1938 war) und übernahm als solcher später den Neuaufbau in
Lieme / Lippe 1949. Nach Ablauf des Pachtvertrages dort suchte der
Vorstand der "Gesellschaft" eine neue Heimstätte und fand sie
schließlich im Schloß Eldingen bei Celle. Viele Mitglieder leisteten
ihren ganz persönlichen Einsatz für den Aufbau der Schule durch
Mitarbeit, durch "Leihbausteine" in Form von Spenden und Krediten und
durch Möbelspenden, um das große Haus zu füllen.
Die
Mitglieder rekrutierten sich stets aus der Gruppe der Schüler und Gäste
der Schule, aus der Elternschaft der Schüler und deren Bekannten, aus
der Patienten- und Klientengruppe der im ganzen Land arbeitenden Atem-,
Sprech- und Stimmlehrerinnen und deren Umfeld. So hat die
"Gesellschaft" alle sich zu dieser Arbeit als zugehörig empfindenden
Menschen vereint und repräsentiert.
1977
gab der Verein die wirtschaftliche Trägerschaft an das Christliche
Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) ab, weil die finanzielle Lage der
Schule so prekär geworden war, daß eine größere und finanzstärkere
Körperschaft als Träger notwendig wurde.
Aufgaben
Das
satzungsgemäße Ziel des Vereins, der nun "Freundeskreis der Schule
Schlaffhorst-Andersen e.V." heißt, ist es immer gewesen, das Werk
Schlaffhorst-Andersen zu fördern.
Dieses grundsätzliche Ziel wird heute auf verschiedene Weisen verfolgt:
-
Er ist Vertragspartner des CJD und wirkt mit vier Mitgliedern über das
siebenköpfige Kuratorium an der Gestaltung und Entwicklung der
Ausbildungsschule mit (zwei der Kuratoriumssitze sind dem Berufsverband
übertragen worden).
- Er gibt in der Regel zweimal jährlich ein Heft
der "Mitteilungen" als sein Organ für seine Mitglieder heraus mit
Informationen, Berichten, Referaten und Aufsätzen.
- Er
veröffentlicht Schriften, in den letzten Jahren z.B. die "Chronik der
Schule Schlaffhorst-Andersen" (für 10,50 € + Porto erhältlich
über die Geschäftsstelle)
- das Kinderliederheft von Gertrude
Schümann (für 3,50 € plus Porto erhältlich über Heidi Noodt,
Allmendstr. 6 in 77694 Kehl-Hohnhurst)
- die "Festschrift zum 100. Geburtstag von Gertrud Schümann"
(für 5,50 € + Porto erhältlich über Heidi Noodt)
-
den Bericht einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Titel
"Schlaffhorst-Andersen pro oder contra solar-lunar-Typologie?" (1,65
€ + Porto, erhältlich über Heidi Noodt)
- Briefe von Clara Schlaffhorst an Elisabeth Goebel 1935 - 1944 (3,- € + Porto, über Heidi Noodt)
- Er bietet diverse Kurse an:
- für Schüler der Ausbildungsschule auf Gebieten, die die Arbeit der Schule unterstützen können,
-
für an der Schule ausgebildete Atem-, Sprech- und StimmlehrerInnen
zur Auffrischung und Weiterbildung im Bereich Schlaffhorst-Andersen
|